Easy Weizenbrot | aber gesund und sau lecker!

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Ohne Brot will ich nicht sein! Wie viele bin ich mit einem gutem Vesper (Brotzeit) groß geworden und liebe heute noch den Geschmack und Geruch von frisch gebackenem Brot. Wer schon Brot zuhause backt, der weis wie knackfrisches Brot mit gesalzener Butter schmecken kann, mir läuft da beim schreiben, in Gedanken schon das Wasser im Munde zusammen!

Ich habe selbst besitze nur ein paar verschiedene Brotrezepte die ich mal hier und da aufnotiert oder irgendwo aufgeschnappt habe. Ich möchte allerdings neben Pizza auch mal Brot Rezepte vorstellen und auch zeigen dass das nicht so schwer ist wie viele denken. Wenn ihr bereits Pizza macht und das vielleicht sogar wie ich, jede Woche, dann solltet ihr sogar überlegen ob ihr da nicht direkt im Anschluss ein paar Brote für die Familie in den noch heißen Ofen schiebt. Die Teigführung dieses Rezepts, ist nicht sehr viel anders als beim Pizza machen. Es gelten ebenso die Regeln; das richtige Mehl verwenden + Hydration muss passen + nicht zu viel Hefe + lange Gare = viel Geschmack und Bekömmlichkeit. Wenn man die Basics also schon kennt, hat man eigentlich auch das Handwerkszeug um Brot zu backen, zumindest einfach geführte Brote wie in diesem Rezept.

Dieses Brot ist trotz der Verwendung von Hefe (Sauerteig wäre eine noch gesündere Alternative) schon so viel bekömmlicher als viele Brote aus dem Handel! Der Grund ist simpel! Wir setzen nur sehr wenig Hefe ein und geben dieser dann genug Zeit um den Teig richtig zu fermentieren und dabei den teils schädlichen „Zucker“ der für uns nicht so bekömmlich ist, zu verstoffwechseln. Bei dieser langen Teiggare entsteht außerdem deutlich mehr Aroma, was sich in gutem Duft und herrlichem Geschmack wieder spiegelt. Auch wenn die Industrie viel daran legt, diesen Geschmack und Duft durch Zugabe oft nicht einmal deklarationspflichtiger Zusätze zu erzeugen, kommt nichts an das traditionelle Handwerk ran! VIEL TEIGRUHE MACHT GUTEN TEIG!

Zum Rezept sei zu sagen, dass ihr nicht zwangsläufig eine Miss Baker Pro benötigt um dieses Brot nachzubacken, Ihr könnt auch einen Spiralkneter oder eine Küchenmaschine, bis hin zur Hand verwenden! Wichtig ist eben nur, dass der Teig nach dem Kneten on point ist und Spannung hat. Wer noch keine Erfahrung hat, dem sei gesagt, Du wirst überrascht sein wie gut dein erstes Brot schmecken wird, auch wenn vielleicht nicht alles auf anhieb so funktioniert hat! Backen ist ein stetiger Lernprozess und nirgendwo schmeckt das Lernen besser!

Easy Weizenbrot

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Vorbereitungszeit 23 Stunden
Zubereitungszeit 1 Stunde
Gericht Brot
Portionen 1

Kochutensilien

  • 1 Gusseisentopf bei 1000g am besten 26-30cm Durchmesser
  • 1 Küchenmaschine mit Knetfunktion ggf. Spiralkneter oder Zweiarmkneter
  • 1 Küchenwaage
  • 1 Feinwaage für die Hefe
  • 1 Teig-Bahälter in dem der Teig abgedeckt ruhen kann
  • 1 Gärkörbchen 25cm
  • 1 schrafes Messer o. Brotcutter

Zutaten
  

  • 600 g Mehl 550
  • 385 g weiches Wasser kaltes Wasser aus dem Kühlschrank
  • 10 g Salz
  • 0,6 g frische Hefe (siehe auch Tabelle)
  • 5 g Fett o. Öl Olivenöl oder Schmalz gibt eine schöne Kruste

Anleitungen
 

1. Teigvorbereitung

  • Die Hefe wird mit der Hand oder mit einer Gabel im Wasser aufgelöst, so dass die Hefestückchen komplett gelöst sind!

1.1 weitere Vorgang mit der Küchenmaschine

  • Das Hefewasser mit dem Mehl nun in die Küchenmaschine mit Knethaken geben und ca. 3 Minuten auf mittlerer bis oberer Stufe kneten, bis eine gleichmäßige, einigermaßen klümpchenfreie Teigmasse entstanden ist.
  • Anschließend darf der Teig in einer, mit Folie luftdicht abdeckten, Schüssel ca. 30-45 Minuten bei kühler Umgebung (z.B. Keller oder zur Not Kühlschrank) ruhen
  • Nach der sogenannten Autolyse, wird mit der Küchenmaschine auf mittlerer bis oberer Stufe das Salz in den Teig eingeknetet, bis ein glatter Teig entstanden ist. Das dauert etwa 5-12 Minuten, je nach Modell.
    ACHTUNG: Während dieser Phase sollten wir den Teig bzw. dessen Temperatur im Auge behalten. Mittels Einsteckthermometer oder Infrarotthermometer kann die Teigtemperatur bequem gemessen werden. 25°C sollten nicht überschritten werden, bei 24,5°C brechen wir ab! Keine Angst, wenn der Teig noch nicht ganz so homogen ist wie ihr ihn haben wollt, der Teig wird trotzdem was werden!
  • Anschließend den Teig nochmals für 20-30 Minuten abgedeckt in einer mit etwas Öl ausgeriebenen Schüssel/Box ruhen lassen und zum Ende dieser Zeit einmal einen Stretch and Fold Vorgang durchführen. Es empfiehlt sich das ganze zu wiederholen, also den Teig nach weiteren 20-30 Minuten noch ein zweites mal einem Stretch and Fold Vorgang unterziehen. Wer möchte auch ein drittes oder sogar viertes mal, je nach dem wie gut die Struktur bis dahin schon aufgebaut wurde.
    Zwischen den SnF Durchgängen den Teig immer wieder in die Box/Schüssel setzen und luftdicht abdecken!
  • Den Teig nach dem letzten SnF Durchgang abgedeckt/luftdicht ruhen lassen. Im Keller herschen meist konstante Temperaturen von 16-20°C. Wenn nicht gerade Hochsommer ist, kann man den Teig aber auch im Wohnraum/Küche in die Stockgare geben.
    Gerechnet vom Startpunkt des Vermengens von Hefe/Wasser/Mehl verbleibt der Teig nun 22 Stunden in dieser Ruhephase.

1.1 weitere Vorgang mit der Miss Baker

  • Wir geben nun das gesamte Mehl hinzu und starten die Miss Baker auf Stufe 2, sobald das Mehl das Wasser etwas aufnehmen konnte, stellen wir auf Stufe 3 und lassen die Masse für 30 Minuten kneten.
  • Nach dieser Zeit wird der Teig etwa auf Raumtemperatur gekommen sein und wir können ihn entnehmen.
  • Dem Teig gönnen wir nun einen Stretch and Fold Durchgang und bringen ihn dann auf Spannung und lassen ihn dann abgedeckt/luftdicht ruhen. Im Keller herschen meist konstante Temperaturen von 16-20°C. Wenn nicht gerade Hochsommer ist, kann man den Teig aber auch im Wohnraum/Küche in die Stockgare geben.
    Gerechnet vom Startpunkt des Vermengens von Hefe/Wasser/Mehl verbleibt der Teig nun 22 Stunden in dieser Ruhephase.

2. Backtag (nächster Tag)

  • Wir holen den Teig sachte aus dem Behälter in dem er ruhen durfte und bringen ihn minimal auf Spannung zurück bzw. auf eine runde Form! (Nicht mehr kneten, nur ziehen und in Form bringen!)
  • dann mehlen wir den Teig etwas und legen ihn in ein rundes Gärkörbchen, welches wir zuvor auch ausreichend bemehlt haben. Der Teig ruht hier nochmal gut 1,5 Stunden (wenn er an einem sehr Kühlen Ort stand, z.B. 16°, dann gerne 2-2,5 Stunden. Das muss man beurteilen je nachdem wie der Teig sich im Gärkörbchen entspannt und geht)
  • In der Zwischenzeit kann man zu gegebener Zeit den Ofen samt Guss-Bräter/Topf auf 250°C anheizen und da schadet es auch nicht wenn dieser 45 Minuten aufheizt, denn viele Öfen zeigen zwar nach 30 Minuten oder weniger bereits 250° an, der Ofen ist dann aber noch lange nicht konstant in der Lage das auch zu liefern! Ihr könnt die Aufheizzeit aber energiekosten-technisch auch zukünftig immer wieder reduzeiren und schauen wie ihr mit Eurem Ofen zuhause zurecht kommt!
  • Nun sollte nach dieser Zeit der Teig etwas gesetzt im Gärkörbchen liegen und wir können und wir können den nun Teig in den Gusstopf stürzen. Dazu den Topf aus dem Ofen holen, den Teig nun vorsichtig in den Topf stürzen und einen oder mehrere Einschnitte machen um dem Teig die Möglichkeit zu geben kontrollierte aufbrechen zu können. Deckel zügig drauf und zurück in den Ofen.
  • Wir backen die ersten 35 Minuten (ich gehe hier von 1000g Teig aus) bei den eingestellten 250° und gehen dann die letzten 30-45 Minuten runter auf 225° und nehmen den Deckel dses Gusstopfes ab.
  • Entscheidet selbst wie durchgebräunt ihr euer Brot haben wollt und nehmt es so raus wie es euch am meisten anmacht 🙂
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Wer schon eine Feinwaage besitzt, darf die Menge Hefe gerne nach folgender Tabelle anpassen:

Umgebungstemperatur während der GareMenge Hefe
16°C1,5g
18°C1,0g
20°C0,7g
22°C0,5g
Diese Mengen beziehen sich auf eine Basis von 1.000g Mehl und 600g Wasser und 24 Stunden Teiggare

Hier findet Ihr noch Links zum Topf und dem Gärkörbchen welches ich nutze:
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Fachbegriffe im FAQ! Wenn Ihr gerade am Anfang mit Pizzateig oder Teig allgemein steht und tiefer in die Materie einsteigen wollt, dann stellt ihr schnell fest: die Leute werfen mit Fachbegriffen wie Hydration, Stockgare, Nullteig und anderen Dingen um sich. Das sind alles Begriffe aus dem Bäckerhandwerk, die sich natürlich auch der Hobbybäcker aneignet. In meinem FAQ werden viele dieser Begriffe erklärt, schaut da gerne mal rein, wenn Ihr über einen Begriff stolpert der ein Fragezeichen bei euch hinterlässt.

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  1. 5 Sterne
    Hallo Rene, ich finde deine Rezepte super und würde mich über einen Beitrag mit deinem Sauerteig freuen.
    Beste Grüße!

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